2012

51. Woche - 20. Dezember 2012


Blacky (17) fand es draußen zu ungemütlich, um so lange zu warten bis drinnen alles saubergemacht war. Also hat er gewartet bis jemand ins Haus gehen wollte und ist dann mit  hineingehuscht. Dort war es aber auch noch nicht nach seinem Sinn, denn alle Körbchen und Kissen waren noch übereinandergestapelt. Aber in einem guten Moment ist es ihm, wie man auf dem Foto sehen kann, doch gelungen, sich „gemütlich“ hinzulegen.

50. Woche - 13. Dezember 2012


Obwohl ein großer Berg Stroh in der Nähe lag, wollte Jonas doch lieber die warmen Strahlen der Wintersonne genießen und suchte sich dafür ein schönes Plätzchen aus. Charlotte , dieser kleine Schlaumeier, sah das und entschied sich, sich quer über Jonas zu legen, um seine Wärme von der einen Seite und die Wärme der Sonne von der anderen Seite voll auszunutzen; also Wärme². Stefan war noch eine Zeit lang anderweitig beschäftigt ( schließlich speichert er die Wärme durch seine schwarzen Flecken und friert daher nicht so leicht), suchte dann aber seine Freunde und legte sich dicht an sie. So konnte Luc das schöne Foto vom "Schweinehaufen im Tiefschlaf" machen.

49. Woche - 5. Dezember 2012


"Mein Name ist Isabella LaWinia von Melief! Und wer sind Sie eigentlich?"
 
48. Woche - 28. November 2012


Ach, wie lieb... Der Milchziegenbock Gilles (4 1/2 Jahre alt) sucht Zuwendung bei der 31-jährigen Goldin, dem Ex- Springpferd. So scheint es wenigstens, aber der Schein trügt. Denn ein Bock ist kein Bock, wenn er nicht ständig auf seinen eigenen Vorteil bedacht wäre. Goldin hat nämlich noch etwas von ihrem Frühstück an ihrem Kinn hängen und Gilles versucht eigentlich nur dafür zu sorgen, dass es nicht verschwendet wird, sondern in seinem Magen landet. Aber es gibt es trotzdem ein rührendes Bild ab...
 
47. Woche - 23. November 2012


Wie viel kann sich in kürzester Zeit verändern...?  lesen Sie hier, wie unerwartet diese neue „Dreieinigkeit“ entstanden ist...
 
46. Woche - 14. November 2012


Während wir versuchen, den Schock von dem plötzlichen Tod von Sunshine / Sternchen zu überwinden, probiert der zurückgelassene Survivor (wie schrecklich passend kann ein Name sein) auch zu begreifen, was passiert ist. Zwischen dem herzzerreißenden Muhen nach seiner Freundin versucht er mit anderen Tieren im Stall Freundschaft zu schließen. Aber da ist niemand, der so schön mit ihm über die Weide galoppiert wie Sunshine es tat...
 
45. Woche - 7. November 2012


So langsam dringt es auch zu uns durch, dass es wieder Winter wird. Und deshalb bereiten wir uns alle darauf vor. Auch Daisy. Sie fand es sehr schade, dass die schöne warme Fleecejacke, die sie extra aus Belgien geschickt bekommen hatte, zu weit war für  ihren zierlichen Körper und sie sie an einen Hundekollegen abtreten musste. Aber zum Glück fand sie zwischen den anderen gespendeten Sachen noch ein wunderschönes Stück für ihre Wintergarderobe. Diesen schönen warmen Body mit Kapuze, der wie angegossen sitzt. Und auch noch ihre Lieblingsfarbe hat.
 
44. Woche - 1. November 2012


Jonas, der nicht mit zum Schlachthof fuhr, weil er zu klein, zu schwach und im wahrsten Sinne des Wortes zum Tode verurteilt war, konnte schon seit seiner Ankunft bei Melief sehr schlecht laufen. Die Ursache schien die sehr grobe Behandlung in dem Mastbetrieb zu sein und wir mussten abwarten, wie es sich entwickeln würde. Es schien erst besser zu werden, aber Jonas quälte sich doch mit seinem rechten Vorderlauf herum. Gestern sollte er dann beim Tierarzt geröntgt werden.

Leichter gesagt als getan; denn wie bekommt man ein Tier von beinah 100 kg freiwillig zum Tierarzt? Zum Glück half eine Beruhigungsspritze und wir wuchteten Jonas zu dritt ins Auto. Beim Tierarzt wurden dann beide Vorderläufe geröntgt. Auf dem Röntgenbild konnte man sehen, dass Jonas einen Bruch im Schultergelenk hat. Laut Tierarzt hätte er darum sehr starke Schmerzen und würde deshalb auch regelmäßig stark humpeln. Das waren schreckliche Neuigkeiten, aber ungeachtet unseres Verdachts, lässt sich nicht mehr herausfinden, wer oder was die Ursache war...

Jonas muss viel in Bewegung bleiben, damit sich seine Muskeln gut weiterentwickeln und der Knochen gut durchblutet bleibt. Außerdem versuchen wir, seinen Genesungsprozess zu unterstützen, indem wir dem Futter spezielle Knochenaufbaumittel hinzufügen. Wir hoffen, dass Jonas wieder gut auf die Beine kommt, weil er noch voll im Wachstum ist und seine vergleichsweise dünnen Beine eines Tages einen enormen Körper tragen können müssen.
 
43. Woche - 24. Oktober 2012


Am vergangenen Sonntag war es soweit: das Benefiz-Büfett im chinesisch-veganen- Restaurant „Loving Hut“ in Maastricht, organisiert durch die Niederländische Vereinigung für vegane Lebensweise und die Tierrechtsorganisation „Bite Back“. Wir waren außerordentlich erfreut, dass das Büfett, welches allein über Facebook angekündigt wurde, megaschnell ausgebucht war. Wir hatten also ein volles Haus und es war ein gutes Gefühl, mit so vielen Menschen lecker zu essen und gleichzeitig Geld für die Reparatur des Daches unseres Gnadenhofes zu sammeln. Und ganz besonders, wenn man weiß, dass das Essen ohne Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier zubereitet wurde, also völlig frei von Tierleid ist. Ein besonders schönes Zubrot ist auch, dass die holländische Stiftung DierenLot zugesagt hatte, die Gesamtsumme aus allen Einnahmen vom Büfett, der Tombola und dem Kalender- und (Weihnachts-)Kartenverkauf vor Ort, durch eine besondere  Aktion zu verdoppeln.

Wir danken jedem, der bei der Organisation mitgeholfen hat, dem Restaurant „Loving Hut“ und der Stiftung DierenLot ganz, ganz herzlich! Auf zum neuen Dach!!

42. Woche - 19. Oktober 2012


Am Montag wurden wir wegen eines Hundes angerufen. Die Hündin ist wahrscheinlich lange Zeit umhergeirrt und saß dann mehr tot als lebendig auf einem Acker. Der örtliche Tierarzt stellte fest, dass sie schon ziemlich alt ist und tat alles, um sie wieder aufzubauen. Als es der Hündin wieder besser ging, war aber weder der vorherige noch ein neuer Besitzer in Sicht. Dadurch drohte die Situation des armen Tieres wieder aussichtslos zu werden. Ob wir den Hund vielleicht aufnehmen könnten? Unser Herz ist zwar groß genug, aber wir können einfach keinen weiteren Hund mehr aufnehmen.

Also fragten wir eine Bekannte, die uns angeboten hatte, dass wir sie in einem solchen Fall jederzeit anrufen könnten, ob sie die alte Dame aufnehmen würde. Die Bekannte zögerte nicht und die Übergabe fand gleich am Montagabend statt. Die erste Rückmeldung war, dass der Hund nach dem bekannt machen mit ihren anderen Hunden erst mal tief und lange geschlafen hat. Das klang ja gut. Aber Mittwochmorgen, einige Telefonate und e-Mails später, stand die Frau mit ihrem Mann und dem Hund wieder vor der Tür: Es hatte alles doch nicht so geklappt wie vorgesehen.
Na, dann raten Sie mal, wo die Hündin jetzt ist und wo es wohl klappt, obwohl sie nicht stubenrein ist...

Auf dem großen Foto ist deutlich zu sehen, wie verwahrlost und verfilzt Lolas Fell war. Und auf dem eingesetzten Foto sieht man nach der entsprechenden Fellpflege gut, wie mager sie ist.

41. Woche - 09. Oktober 2012


Zen für Kälber...
 
40. Woche - 05. Oktober 2012


Suchbild:

Wie viele verschiedene Tierarten sind auf dem Foto? Wie viele braun/weiß gefleckte und wie viele schwarz/weiß gefleckte Tiere?

Antwort:

Von den 9 Tieren sind 2 Rinder und 7 Ziegen. Von links nach rechts (um die Antwort auf die letzten 2 Fragen eben zusammenzufassen): Bullkalb Survivor (braun/weiß) und stiekum hinter ihm der mokkafarbene Zwergziegenbock Cappuccino, Zwergziegenbock Billy-Bob (braun/weiß), Zwergziegenbock Ristretto (schwarz), Zwergziegenbock Romeo (schwarz/weiß), Zwergziegenbock Espresso (schwarz), Kuhkalb Sunshine (schwarz/weiß) und hinter seinem großen Körper Zwergziegenbock Vito (schwarz/weiß). Und ganz rechts Zwergziege Gina (braun/weiß, Mutter von Romeo und Vito).

So liefen sie, spontan nach Farben sortiert, an einem ganz gewöhnlichen Wochentag über die Weide bei Melief!
 
39. Woche - 26. September 2012


Am Montagmittag kam die “Ernte“ von geretteten Tieren der letzten 2 Wochen in Sögel an. Es handelte sich dieses Mal um 3 Sittiche, 1 Kanarienvogel, 1 Diamanttaube, 1 Lachtaube, 4 Tümmlertauben, 3 Hühner und 10 Hähne aus der Umgebung von Dordrecht und Delft und sogar aus Monnickendam (IJsselmeer). Auf dem Foto sind aber noch nicht die 3 Hähne, die am letzten Samstag aus Voorne- Putten (Süd-Niederland) gebracht wurden. Alle Tiere waren, aus welchem Grund auch immer, als “Überschuss“ ausgesetzt, fliegengelassen oder -im günstigsten Fall- abgegeben worden.
Wann werden die Menschen endlich lernen, dass Tiere keine Objekte sind, die man, wenn man sie nicht mehr haben will, einfach auf die Strasse wirft? Wird es nicht einmal Zeit, dass ein Gesetz erlassen wird, in dem die Tatsache, dass Tiere keine Dinge, sondern fühlende Wesen aus Fleisch und Blut sind, geschützt wird?

38. Woche - 19. September 2012


Am letzten Samstag brachten Gerhild und Beate ein ganzes Auto voll Kartons mit Teilen für Kratzbäume nach Melief. Und diese Klettermöbel, gesponsert von Gerhild, haben die beiden dann nach und nach zusammengeschraubt, sodass die Katzen schnell davon Gebrauch machen konnten. Dass ihr fleißiges Arbeiten nicht nur von den Katzen bewundert wurde, ist auf dem Foto deutlich zu sehen. Selbst Schweinchen Jonas (das fast nicht mehr humpelt), bot an, mitzuhelfen.
Vielen Dank, Gerhild und Beate!
 
37. Woche - 12. September 2012


Als Ergänzung zum „Ein-Frau–Werbeteam“ von der letzten Woche, gibt es in dieser Woche ein Foto vom Werbestand der kleinen Informationsveranstaltung „Arbeiten mit Tieren" in Portugaal (Dorf bei Rotterdam) am vergangenen Samstag. Die Besucherzahlen waren zwar nicht so berauschend , aber an den Werbedamen Wilma und Corrie hat es sicher nicht gelegen! Links im Bild ist Lucy, die dank der Vermittlung von Melief nun Wilma alle Ecken von „Lage Bergse Bos“, einem Erholungsgebiet bei Rotterdam, zeigt.
 
36. Woche - 5. September 2012


Am Tag der offenen Tür zeigte Melief-Verehrerin Wendy voller Stolz ihren neuen Speichenschutz. Wendy ist schon seit längerer Zeit 'meliebt' (deutsch-holländische Wortschöpfung für: in Melief verliebt) , wie sie es selber nennt. Sie hatte die tolle Idee, auf diese Art und Weise für die Arbeit und das Bestehen von Melief e.V. zu werben. Außerdem hat sie immer eine Tasche voller Flyer dabei. So fährt für uns eine perfekte 'Ein-Frau-Werbeagentur' herum. Großartig, Wendy!!!

35. Woche - 31. August 2012


Vergangenen Sonntag fand unser jährlicher Tag der offenen Tür statt. Obwohl es ab und zu kräftig regnete, schien auch immer mal wieder die Sonne. Auf jeden Fall hielt das Wetter die erschienenen Besucher nicht davon ab, voller Begeisterung die Tiere zu beobachten. Dafür waren viele von ihnen stundenlang gefahren. Denn es waren nicht nur Interessierte aus der näheren Umgebung gekommen, sondern auch aus den Niederlanden und Belgien.

Nach dem Rundgang haben sich viele von ihnen beim veganen Büfett einen tierfreundlichen Snack schmecken lassen, den unsere Freiwilligen zubereitet hatten. Der Erlös hiervon und die Einnahmen vom Flohmarkt, der Tombola und dem Verkauf von Marmelade, Postkarten und Kalendern, kommen zu 100% den Tieren zugute.
Bei der Tombola wurde auch das durch treue Spender zur Verfügung gestellte, funkelnagelneue Fahrrad gewonnen. Und als besondere Attraktion des Tages präsentierten wir das große Auto, das uns die 'Stiftung DierenLot' für die Tierrettung bzw. für den Tiertransport zur Verfügung gestellt hat. Es wurde dann auch von vielen Gästen bewundert.

Nach all den positiven, oftmals rührenden Rückmeldungen, schauen wir zurück auf einen sehr gelungenen Tag der offenen Tür 2012. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei den Sponsoren 'De oude Plek' (chinesisch-vegetarisches Restaurant) aus Rotterdam, Topas Wheaty, Kochlöffel Aurich und den zahlreichen privaten Spendern. Und natürlich bei all unseren Freiwilligen, ohne die wir diesen Tag nicht so erfolgreich hätten durchführen können!
 
34. Woche - 24. August 2012


Nach einer kurzen Sommerpause ist wieder ein Schwein auf dem Foto der Woche. Leider nicht aus einem schönen Anlass. Wir mussten am Montag zu unserem Bedauern Horst einschläfern lassen. Es war eine schwierige Entscheidung, weil er auf den ersten Blick nicht todkrank zu sein schien. Er beschwerte sich nicht weniger als sonst, wenn ihm etwas nicht passte. Aber er hatte in
zwischen schon 4 Wochen fast nichts mehr gefressen und zehrte nun also nur noch von seinen Fettreserven. Bei einem kranken Schwein kann man kaum feststellen, was ihm fehlt. Man kann eigentlich nur raten und abwarten, ob es auf Medikamente reagiert. Die Tierärzte haben Horst wochenlang eine ganze Reihe von Medikamenten gegeben und er bekam alle nur möglichen Leckereien angeboten, aber nichts half. War es ein Tumor, ein Magengeschwür oder ein Nierenversagen? Wir werden es nicht mehr erfahren und haben uns schweren Herzens dazu entschlossen, Horst einschläfern zu lassen, um ihm den schweren Leidensweg des Verhungerns zu ersparen.

Horst fand nach einer unruhigen Vergangenheit seine Ruhe bei Melief. Er hat früher auf einem Bauernhof gelebt und sollte geschlachtet werden. Er stand dort allein zwischen Metallstangen und konnte sich kaum bewegen. Zum Glück für Horst starb der Bauer und Horst war das letzte Schwein auf dem Hof. Er kam in eine deutsche Tierauffangstation und wurde schließlich an eine Privatperson vermittelt. Der neue Besitzer stellte seine Tiere dann irgendwann in einer anderen Auffangstation unter und versprach, selbst für sie zu sorgen. Aber er verschwand auf Nimmerwiedersehen und die Mitarbeiter des Gnadenhofes wollten Horst nicht versorgen, weil sie Angst vor ihm hatten. Außerdem wussten sie zu wenig über die Haltung von Schweinen und hatten zu wenig Geld zur Verfügung. So war Horst einige Monate später in einem erbärmlichen Zustand und kam Ende 2008, kurz vor dem Winteranfang nach Melief. Den Winter hätte er sonst nicht überlebt. Hier konnte er noch beinah 4 Jahre sorgenfrei leben. Er ist wahrscheinlich ungefähr 8 Jahre alt geworden.
Wir werden diesen sturen Jungen vermissen, aber wir sind froh, dass wir in dieser Zeit für ihn sorgen konnten.
Ruhe sanft, Horst.

32. u. 33 Woche haben die Tiere Sommerferien!

31. Woche - 1. August 2012


Beeil dich! Ich habe Huuunger! So irgendetwas wird Fabi wohl gedacht haben. Um diesen Gedanken zu bekräftigen kann sie so flink werden, dass viele Schweine allein beim Zuschauen vor Neid erblassen würden.
Fabi ist vor ungefähr eineinhalb Monaten zu Melief gekommen. Wenn die Schweine gefüttert werden, schnappt Fabi sich stiekum etwas von dem Futter und rennt damit in den Nachtstall, um es dort in aller Ruhe zu fressen. So wissen wir sicher, dass sie genug Futter aufnimmt. Denn während der Fütterung können sich die Gemüter der sonst so ruhigen Schweine ganz schön erhitzen!

30. Woche - 24. Juli 2012


Am letzten Freitag fing der Tag ziemlich seltsam an. Praktikantin Jasmin kam wie üblich die Einfahrt entlang und fand dort eine Box mit einem großen gelben Briefumschlag. Meistens werden uns in Kartons, Taschen oder irgendwelchen anderen Transportmitteln Tiere vor die Tür gestellt. So war es auch dieses Mal. 5 Hähne und 3 Hühner! Und im gelben Umschlag steckte auch noch etwas...nein, kein Tier, sondern 100,-€ ... Wollte sich hier jemand von seiner Schuld freikaufen oder eine gute Tat begehen? Wir sehen es mal positiv und gehen von dem Letzteren aus.

29. Woche - 17. Juli 2012


Wir sind froh, dass die 31- jährige Stute Goldin noch lebt und dass der Tierarzt festgestellt hat, dass ihre Hautprobleme nicht ansteckend sind und sie deshalb nicht wochenlang im Quarantänestall bleiben muss. Und wir sind stolz auf die Menschen, die sofort auf unseren Hilferuf reagiert haben und bereit sind, sich an den zusätzlichen Kosten, die bei der Versorgung eines so alten Pferdes entstehen, mit 10,-€/Mon. zu beteiligen. Aber wir sind auch stolz auch auf Goldin, die trotz ihres Alters den Umzug mit all seinen Gefühlen und allem Stress so gelassen gemeistert hat. Und wir sind ganz gerührt, weil Goldin sich schon so kurz nach ihrer Ankunft bei uns Zuhause fühlt und sich obendrein in das Shetlandpony Clyde verliebt hat...Wie man sieht, beruht die Liebe auf Gegenseitigkeit!

(Das Foto wurde von unserer Sekretärin/Schatzmeisterin Betty gemacht, die den Gnadenhof am letzten Wochenende besucht hat und wieder körperlich erfahren hat, wofür sie diese Berge an Arbeit erledigt.)

28. Woche - 11. Juli 2012


Sonntag und Montag sind wieder alle Ställe gekalkt worden. Es sieht nun alles wieder sauberer und schöner aus. Aber das Kalken ist auch eine sehr wichtige Maßnahme gegen das Ungeziefer. Für diese zusätzliche Arbeit hatten wir Hilfe aus allen Himmelsrichtungen: Monique und Lusanne aus Berg en Dal, Silvia und Louise aus Barendrecht und Betty und Marion aus Hamburg. Am Dienstag haben wir alle zusammen den ganzen Schlamm aus dem Ententeich entfernt. Das ist eine der schmutzigsten Arbeiten die man sich vorstellen kann. Darum gibt es auch keine Fotos von dieser Aktion, weil immer Dreck auf der Linse war...
 
Liebe Damen, ein dickes Dankeschön für euren Einsatz, ihr habt uns enorm geholfen!

27. Woche - 4. Juli 2012


Auf zum Tierarzt für die erste Impfung! Sind sie neugierig auf diese hübschen Kleinen geworden?  Dann informieren Sie sich schnell über sie unter: Kätzchen suchen ein Zuhause!

26. Woche - 27. Juni 2012


Am letzten Donnerstag war ein Kamerateam von mmtv auf dem Gnadenhof, das für einen deutschen Sender der ARD einen Dokumentarfilm über die Intelligenz von Rabenvögeln dreht. (Leider steht der Sendetermin noch nicht fest.) Die Kameraleute hatten in dem Artikel über Melief, der kürzlich in der NOZ stand, über Bodyguard, die zahme Krähe, die uns überallhin begleitet, gelesen. Und uns deshalb gefragt, ob sie ihn bei uns filmen dürften. Bodyguard hat sich von seiner allerbesten Seite gezeigt (er hat niemanden angegriffen!), während Lothar über ihn erzählte und zeigte, wie klug er ist. Zur großen Freude der Kameramänner, die genau das gesehen haben, was sie für die Dokumentation brauchen!

25. Woche - 20. Juni 2012


Die trächtige Katze, die hier 2 Tage, nachdem sie vor etwa 6 Wochen hierher gebracht worden war, geworfen hatte, macht ihre Sache prima. Auch ihre 5 schwarzen und schwarz-weißen Katzenwelpen entwickeln sich prächtig. Sie haben den Befall mit Giardia-Bakterien (Dünndarmparasiten) nach einer entsprechenden Behandlung gut überstanden. Sie fühlen sich jetzt schon etwas kräftiger an, genauso wie das kleine weiße Wesen, das uns vor eineinhalb Wochen mehr tot als lebendig gebracht wurde und auch mit Gardia infiziert war. Wir sind froh, dass Mutter Katja es sofort liebevoll unter ihre Fittiche genommen hat. Heute Abend wurden wieder zwei Katzenkinder gebracht, deren Augen und Nasen völlig verschleimt waren. Die beiden bleiben erst einmal bei der Tierärztin, damit sie die sechs Katzenbabys hier nicht anstecken können.
 
Wir suchen dringend ein gutes Zuhause für alle diese lieben Tierchen. Bitte suchen Sie mit, damit wir diesen Kleinen eine gute Zukunft in Aussicht stellen können. Fragen Sie Angehörige, Freunde usw., von denen Sie denken, dass sie gute Katzeneltern werden könnten und mailen Sie uns!

24. Woche - 13. Juni 2012


Tofu, das Ex- Schlachtschwein, genießt es, in der Schlammsuhle zu liegen, wenn der Schlamm besonders schön dick geworden ist. Wenn er dann herauskommt und vergnügt hinter einem herläuft, sieht er aus als wäre er in flüssige Schokolade getaucht worden. Aber der „Duft“, den er dann verbreitet, lässt  diese süße Illusion schnell verschwinden!

23. Woche - 7. Juni 2012


Am vergangenen Samstag stand ein Artikel über den Gnadenhof Melief in der NOZ. Wie zu erwarten kamen daraufhin nicht nur einige interessierte Menschen um sich während der Öffnungszeiten den Hof anzusehen, sondern auch Menschen, die ein Tier abgeben wollten. Um genau zu sein, ein Toulouser Gänseküken. Die Leute züchten Gänse und verkaufen sie. Das ist leicht verdientes Geld, denn die Gänse versorgen ihren Nachwuchs selbst und die Züchter können ihrem Beruf nachgehen. Aber das junge Gänschen, dass sie bei sich hatten, entwickelte sich schlecht und konnte sich nicht so gut auf den Beinen halten. Es war also unverkäuflich. Und für den notwendigen zusätzlichen Pflegeaufwand hatten die Züchter aufgrund ihrer Berufstätigkeit keine Zeit.
Da sie das Gänschen ja schon mitgebracht hatten, ließen sie es nach unserer Zustimmung (was passiert sonst mit so einem Tier..?) bei uns zurück.
Aber was nun? Lothar dachte gleich daran, dass wir ein Gänsepaar haben, das allzu gerne für Nachwuchs sorgen würde. Aber das ist, so schade es auch sein mag, nicht der Zweck einer Auffangstation. Aber dann fanden wir die Lösung: ein Adoptivkind! Als wir die Gänse zu dem armen Küken setzten, begriffen sie gleich worum es ging und begannen sofort damit, es zu versorgen und zu beschützen, als ob es immer ihr eigenes Kind gewesen wäre. Zu dritt üben sie nun fleißig das Laufen und das Kleine gibt tapfer sein Bestes. Mit den zusätzlichen Vitaminpräparaten von unserer Tierärztin sind wir sehr zuversichtlich, dass alles gut ausgehen wird!

22. Woche - 29. Mai 2012


Der linke Hund, ein fast blinder und tauber alter Rüde, wurde in Werlte gefunden und zum städtischen Bauhof gebracht. Als die Finder hörten, dass er über das ganze Pfingstwochenende nicht versorgt werden würde und sie keinen Schlüssel bekommen könnten, um ihm Futter und Wasser bringen zu können, riefen sie uns an um zu fragen, ob das alte Tierchen solange zu Melief kommen dürfe. Die Tierärztin schätzt Sjors, wie er inzwischen heißt, auf mindestens 17 Jahre.
 
Der rechte Rüde überlebte sein Herrchen und landete bei dessen Bruder. Dieser hatte zu wenig Geld (und wahrscheinlich auch keine Lust), um für diesen alten, 15-jährigen Hund zu sorgen. Nachdem er höflich per Mail angefragt hatte, landete Blacky heute auch bei Melief. Dieser noch muntere, alte Herr ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Besitzer seinem Tier die nötige Versorgung vorenthalten hat. Er ist nicht geimpft, nicht entwurmt und er hat ein völlig verwahrlostes Gebiss, durch das ein Herzleiden entstanden ist. Seine Zähne sind auf dem Foto zu sehen. Nicht, weil er Sjors anknurrt, sondern weil er sein Maul vor lauter Zahnstein nicht mehr schließen kann...
 
Dieses erste Treffen der beiden neuen Seelchen wollten wir Ihnen nicht vorenthalten!

21. Woche - 23. Mai 2012


Was macht man als Hund bei solchen Temperaturen, wenn man nur durch Hecheln und über die Pfotenballen schwitzen kann? Dann legt man sich normalerweise in eine kühle Ecke, damit man von der Erde schön abgekühlt wird. Blitz hat gut hingeschaut und es sich in einer sehr tiefen, besonders kühlen Kuhle bequem gemacht, die ihr Kollege Wolf (professioneller Kuhlengräber) schon vor einiger Zeit gegraben hat.

20. Woche - 16. Mai 2012


Am vergangenen Freitag haben wir zum ersten Mal einen Praktikumstag für die im dritten Jahr der Ausbildung (zum Heilpraktiker für Tiere) stehenden Studenten des 'Instituut Silverlinde' organisiert. Es war ein gelungener Tag, an dem die anwesenden Damen mit anderen Tieren als den ihnen bekannten Hunden, Katzen und Pferden umzugehen lernten. So haben sich ihre Möglichkeiten, Tieren zu helfen, erheblich erweitert. Wenn sie also in Zukunft z.B. einen Schwan behandeln müssen, stehen sie nun nicht mehr hilflos davor!

19. Woche - 9. Mai 2012


So ruhig und friedlich kann es sein, wenn wir morgens auf den Hof gehen...

18. Woche - 2. Mai 2012


In dieser Woche gibt es wieder einen Beweis dafür, wie eigenwillig Hühner sein können. Dieses Foto wurde am Tag vor Ostern gemacht, als Familie Michel zu Besuch kam, um uns wieder eine Menge Körbchen für den Katzenstall zu schenken. Während die Katzen mit Nassfutter verwöhnt wurden, schlüpfte auch ein Huhn in den Katzenstall. Um mitzuessen? Nein, dieses Huhn macht es sich jeden Tag zur Aufgabe, in den
Katzenstall zu huschen, um... ein Ei in das Körbchen, in dem die alte, weiße Katze Vita immer liegt, zu legen. Also muss beim Eiereinsammeln immer auch im Katzenstall nachgeschaut werden...
Hiermit danken wir Familie Michel für das Foto und natürlich auch für die tollen Katzenkörbchen!

17. Woche - 25. April 2012


„Noch verrückter geht’s auch nicht, die bringen da sogar den Hühnern das Ponyreiten bei“, hören wir Sie vor sich hinmurmeln! Na ja, das stimmt natürlich nicht...  Obwohl es schon toll aussieht, so ein Huhn auf dem Rücken von Gracia. Es hat aber (jeden Abend) nur den einen Gedanken: Wie komme ich auf die Fensterbank. Denn wenn ein Huhn an einem bestimmtem Ort schlafen möchte, dann muss es genau dort auch hin! So hat sich dieses clevere Tier überlegt, dass es Gracia als Trittbrett benutzen kann und dann nur noch warten muss, bis Gracia genau unter dem Fenstersims läuft. Dann fehlt nur noch ein kleiner Sprung und die Nachtruhe kann beginnen...

16. Woche - 18. April 2012


Der Podenco Sha-Hib ist mit seinen beinah 12 Jahren einer der Altgedienten bei Melief. Aber in einem unbeaufsichtigten Moment schien er am letzten Samstag plötzlich doch noch Interesse an einem Fotoalbum zu haben, das während der Öffnungszeit für die Besucher auslag. Man sollte doch denken, dass er alles über Melief weiß... Aber der Schein trügt: Natürlich hat dort jemand einen Beutel mit Leckerlis liegen lassen! Und auf einmal ist Sha-Hib , dem es Anfang der Woche noch so schlecht ging dass er zur Tierärztin musste, gar nicht mehr so krank!

15. Woche - 12. April 2012


Obwohl man es an der Witterung noch nicht wirklich merken kann, hat der hormonelle Frühling für viele Tiere schon begonnen. Diese Truthähne zeigen den ganzen Tag ihr Imponiergehabe und geben dabei mächtig an. Dabei ist es ihnen egal, ob ihre Hennen vorbei kommen oder nicht. Hauptsache, sie können bei jedem so viel Eindruck wie möglich machen!

14. Woche - 4. April 2012


In der letzten Woche hatten wir zwei Tiere bei Melief, die wir noch nie hatten; Frettchen! Die beiden lebten bei einer alleinstehenden Frau, die in die Psychiatrie eingewiesen werden musste und die Tiere in einem sehr verwahrlosten Haus zurückließ... Der Aufenthalt der Frettchen bei uns war nur von kurzer Dauer. Unserer Freiwilligen Jasmine ging beim Anblick der beiden das Herz auf und sie gönnt ihnen noch ein langes Leben bei sich, zusammen mit den vier Frettchen, die sie schon hat.  

13. Woche - 28. März 2012


Die Badesaison ist eröffnet! Aber bevor sie offiziell beginnen kann, prüft Ex - Schlachtferkel Tofu ganz gründlich, ob die frisch gegrabene Schlammsuhle auch alle Anforderungen der Saison erfüllt. Seine Kollegen haben alle vollstes Vertrauen darin, dass seinem professionellen Blick nichts entgeht und lassen die angenehm warme Frühlingssonne schon mal auf ihr „Bäuchlein“ scheinen.     

12. Woche - 21. März 2012


Es wird zwar langsam Frühling, aber Pinkie ist es auch in der Sonne noch zu frisch. Darum kuschelt er sich gemütlich an Plato, der rappeldürr kam und inzwischen ganz schön pummelig ist. Und der isolierende Winterspeck ist genau das, was Pinkie in der Frühlingssonne so gut gebrauchen kann!      
 
11. Woche - 14. März 2012


Maya, die „Gottmutter“ der 8 großen Schweine, ist am Montag verstorben.
 
Sie war als Ferkel zusammen mit Willie von einem Jungen aus der Fleischindustrie freigekauft worden. Als sein Vater starb, hatte er nicht mehr genug Geld um die beiden Schweine behalten zu können. Zum Glück wurden sie von jemand anderem übernommen. Derjenige musste jedoch sein Stück Land nach einiger Zeit abgeben. Er stellte daraufhin die Tiere bei einer Tierauffangstation unter und versprach, selbst für sie zu sorgen.  Dieses Versprechen hielt er aber leider nicht. Die Mitarbeiter der Tierauffangstation hatten Angst vor den großen Schweinen, wussten nichts über Schweinehaltung und hatten keine Mittel um sie gut zu versorgen. Innerhalb kurzer Zeit waren Maya und Willie in einem lebensbedrohenden Zustand. Glücklicherweise alarmierte uns im Herbst 2008 ein Bekannter der „Betreuer“ und wir beschlossen, den Tieren schnellstmöglich zu helfen und sie bei uns aufzunehmen. Einige Wochen später sahen Maya und Willie schon wieder ein ganzes Stück besser aus und ihre Wunden an den Stellen wo ihre Hüftknochen beinah durch die Haut stachen, waren fast verheilt.
 
Gerade wenn es einem Tier einmal so schlecht gegangen ist, beobachtet man seine Gesundheit ganz besonders aufmerksam. Am letzten Sonntag ging es Maya gar nicht gut. Sie wollte nicht aufstehen um zum Futterplatz zu gehen. Bei Schweinen kommt es schon mal vor, dass sie keinen Appetit haben, aber wir beschlossen, Maya vorsichtshalber Schmerzmittel und ein Antibiotikum zu geben. Weil am Montagmorgen noch keine Besserung zu sehen war, haben wir sofort den Tierarzt gerufen. Als wir am Nachmittag mit ihm in den Stall kamen, litt Maya unter starker Atemnot sah schon ganz blau aus. Bei Schweinen kann man aufgrund der Fettschicht nur schwer eine genaue Diagnose stellen. Der Tierarzt vermutete eine Verstopfung oder eine Darmverschlingung. Er injizierte schmerzstillende Mittel und Antibiotika. Wir versuchten, Maya  zum Aufstehen zu bewegen, weil es bei solchen Symptomen nur durch Bewegung zu einer Besserung kommen kann. Zu unserer Verwunderung stand sie tatsächlich auf und lief ein paar Schritte. Aber gleich danach schwanke sie und fiel wieder auf den Boden. Dort starb sie dann, während wir Drei fassungslos zusahen...
Maya war die Chefin unter den Schweinen. Auf dem Foto vom Juli 2011 steht sie mit Engel, dem jüngsten Schwein, auf der Weide. Sie hat es so „liebevoll“ wie sie auf dem Foto in die Kamera blickt, aufgezogen.
 
Maya, wir werden dich als eine starke Persönlichkeit in Erinnerung behalten und dich sehr vermissen. Ruhe sanft...
 
10. Woche - 7. März 2012


Zuallererst bedanken wir uns bei den Mitarbeitern der Stiftung „Hart voor Kansloze Dieren“ ganz herzlich dafür, dass sie wieder einmal ganz aus Amsterdam gekommen sind um uns eine Wagenladung Hundefutter zu bringen! Sie schauen sich immer noch ein wenig auf dem Hof um und verbringen gerne noch ein wenig Zeit zwischen den Tieren. Aber diesmal ging beinah ein blinder Passagier mit nach Amsterdam... Als sie nämlich ins Auto einsteigen wollten, stieg auch Wowowow, eine unserer drei zahmen Krähen, mit ein. Erst als sie ein Stückchen Waffel bekommen hatte, das sie auf dem Foto gerade verputzt, war sie unter einigem Druck bereit, das Auto wieder zu verlassen.
 
8. Woche - 23. Februar 2012


Donnerstagmorgen begrüßt!
Es lässt sich leicht erraten, welche Unterkunft donnerstags gründlichst gereinigt wird... Genau, der Katzenstall. An den übrigen Tagen werden die Katzentoiletten und die Futternäpfe natürlich auch sauber gemacht und der Boden gefegt und abgespritzt. Doch einmal pro Woche kommen, bei jedem Wetter, Marion, Corrie und Lisa. Sie reinigen dann alle Katzenklos und Futternäpfe, waschen die Decken und Körbchen, saugen die Kratzbäume und spritzen den Boden mit dem Hochdruckreiniger sauber. Und die Katzen wissen, dass die drei viel von ihnen halten. Ungeduldig warten sie vor dem Zaun um zwischendurch mit Leckerlis und Streicheleinheiten verwöhnt zu werden!
 
7. Woche - 16. Februar 2012


Dieses Foto von Knor wurde Ende November 2011 aufgenommen. Gut im Futter, obwohl er schon eine ganze Menge abgenommen hatte und darum schon besser laufen konnte als Anfang Sommer 2011, als er zu Melief kam. Ein ganz Lieber, der aber auch ein Einzelgänger war, der gerne ganz allein im Stroh lag. Und trotz Arthrose bei guter Gesundheit.
Doch am vorletzten Donnerstag wollte er nicht fressen. Er hatte sicherlich keinen Hunger, denn ein Stück Kuchen, dass wir ihm anboten um ihn zu testen, nahm er wohl. Aber Freitagmorgen wollte Knor auch nicht mehr aufstehen. Der auf Schweine spezialisierte Tierarzt war innerhalb einer Stunde bei ihm. Da keine eindeutigen Beschwerden erkennbar waren, bekam er einige Injektionen mit Breitbandwirkung. Und wir legten ihn im Quarantänestall sofort unter eine Wärmelampe, unter der er aber so kalt blieb wie zuvor. Lothar besorgte dann vom Tierarzt noch ein paar Spritzen zur Kreislaufanregung und wir legten ihn mit der Hoffnung auf Besserung in die Küche, direkt vor die Heizung. Aber er glitt uns so aus den Händen... Freitagnacht um 4.30 Uhr starb Knor, während wir hilflos vor ihm standen. Wir sind sehr betroffen, dass wir nicht wussten was wir noch für ihn hätten tun können, aber froh darüber, dass wir ungefähr ein halbes Jahr für diesen gutmütigen kleinen Kerl sorgen durften. Wir hoffen, dass er nun auf einer Wolke aus Stroh in der Sonne liegt...
 
Ruhe sanft, lieber Knor!
 
6. Woche - 8. Februar 2012


Das ist Pablo. Und obwohl er ein Vollblutspanier ist, liegt er bei –12° Celsius langausgestreckt auf dem tiefgefrorenen Boden. Es macht ihm nichts aus. Und während wir schnell unsere Handschuhe anziehen und hoffen, dass uns unsere Thermostiefel solange warm halten bis die Arbeit getan ist, sind wir insgeheim doch ein wenig neidisch auf Pablos dickes Fell...
 
5. Woche - 1. Februar 2012


Warum ziehen die Wasservögel nicht ein paar Bahnen im Teich? Ist das Wasser etwa zu kalt?
Sie können gar nicht wissen ob es zu kalt ist, da, obwohl es scheint als sei der Teich nur zur Hälfte zugefroren, doch die ganze Fläche mit einer dicken Eisschicht bedeckt ist. Vielleicht können wir dann bald einen Schlittschuhmarathon machen? Aber... eigentlich absolvieren wir schon an Land jeden Tag einen Marathon. In den Ställen mussten alle Wasserleitungen abgestellt werden, weil sie sonst einfrieren könnten. Nun können wir nur noch einen Wasserhahn benutzen und müssen das Wasser eimerweise zu den Wasserbecken schleppen. Und wenn gerade alle Wasserstellen gefüllt sind, geht alles wieder von vorne los, weil das erste Becken dann schon wieder zugefroren ist.
Wann wird es endlich Frühling...?
 
4. Woche - 25. Januar 2012


Was ist das denn? Eine wilde Katze, die in einem engen Gefängnis an den Gitterstäben hängt? Nein...! Das ist Luni, die im Quarantänestall noch abwarten muss bis sie alle Impfungen bekommen hat, um dann mit ihren Freunden auf dem Hof spielen zu können. Und ab und zu schaut sie schon mal, welche Spiele die anderen eigentlich spielen, damit sie, wenn sie endlich „freigelassen“ wird, schon alle Spielregeln kennt und sofort mitspielen kann. Das Foto wurde von Jessica aufgenommen, die zusammen mit Giuliana unseren Gnadenhof am letzten Samstag während der Öffnungszeit von 14.00 bis 16.00 besucht hat.
 
3. Woche - 19. Januar 2012


Am letzten Freitag waren wir gespannt auf das Ergebnis von der Tierärztin. Sie musste nämlich feststellen, ob die schwarze Ponydame Gracia noch Spuren des Lungenwurms in ihrem Kot hat. Der Test fiel negativ aus, also war sie wurmfrei! Da sie mit dem Wurmbefall gekommen war (s. Foto der Woche 50-2011), musste Gracia bis jetzt ganz allein im Quarantänestall bleiben. Nun kam die Frage, wie die anderen Ponys auf der Weide sie akzeptieren würden... Aber alle fanden Gracia sofort total interessant und Madame machte von Beginn an die Rangordnung klar und war ab dann der Mittelpunkt der Gruppe. Schauen Sie, wie sorglos Gracia auf dem Foto grast, während die anderen Ponys, besonders Wallach Clyde, die ganze Zeit schauen müssen, was sie gerade tut...
 
2. Woche - 11. Januar 2012


Vorgestern mussten wir den Mastin Espagnol Lolo, den absoluten König unter den Hunden von Melief, einschläfern lassen. Er hatte eine Entzündung in seinem Ellenbogen, die trotz medizinischer Behandlung immer schlimmer wurde. Außerdem fraß er nichts mehr und wurde dadurch immer schwächer. Wenn er nach draußen musste, humpelte er auf seinen Vorderpfoten, während wir sein Hinterteil hochhielten. Er hatte überhaupt keine Kraft mehr in seinen Hinterläufen. Zum Schluss wollte er sich gar nicht mehr bewegen. Er trug alles mit Würde, war aber auch etwas stur. So konnten wir nicht anders, als ihn von seinem Leiden erlösen...
 
Lolo ist 16 Jahre alt geworden. Er kam vor fast 5 Jahren aus einem verlassenen spanischen Asyl zu uns. Er konnte wegen seiner Größe und seines Alters nicht vermittelt werden. Wir haben selten einen so lieben, ruhigen Hund in unserer Mitte gehabt, der mit seiner Gelassenheit so viel Würde ausstrahlte.
 
Wir vermissen dich Lolo, ruhe sanft....
 
1. Woche - 5. Januar 2012


Erinnern Sie sich noch an diesen Bericht (Irrenhaus! (Bericht vom 18. November 2011)? 2 Wochen nachdem die Kaninchen hierher gebracht wurden, haben die beiden weiblichen Tiere geworfen. Die Kleinen können nicht von den beiden Rammlern stammen, weil wir diese direkt nach ihrer Ankunft von den Weibchen getrennt haben sofort kastriert haben lassen. Und außerdem sind Kaninchen 4 Wochen tragend... War es Unwissenheit oder einfach nur gelogen, als der Eigentümer behauptete, dass er Männchen und Weibchen immer fein getrennt gehalten hat? Wir werden es nie mehr genau wissen. Was wir aber wissen, ist, dass wir jetzt nicht mehr nur die 4 Kaninchen haben, die uns der Mann gebracht hatte, sondern um 10 Kaninchen reicher sind.