2011

52. Woche - 27. Dezember 2011


Nach den anstrengenden Festtagen hat sich Blanka erst mal auf ihrer eigenen Couch „lang ausgestreckt“...
 
51. Woche - 21. Dezember 2011


Gestern Abend haben wir ein Huhn von Aldi geholt. Ob es dort im Angebot war? Nein! Wir bekamen um 19.30 einen Anruf von einem Mann, der gerade bei Aldi eingekauft hatte. Er meinte, dass das Huhn schon seit ein paar Tagen draußen bei den Einkaufswagen herumliefe. Mit „ich pack´ so ein Federvieh nicht an, davor hab´ ich Angst“ begründete er die Tatsache, dass er das Huhn nicht selbst einfangen konnte. Das war deutlich genug. Also zeigten wir keine Angst und hatten es bereits um 20.00 in unseren Quarantänestall gebracht.  Es blieb unklar, was ein verwahrlostes Legehuhn mit einem eingekürzten Schnabel und gestutzten Flügeln bei Aldi zu suchen hatte. Und wie es passieren kann, dass tagelang unzählige Menschen an einem Huhn vorbeilaufen, bevor mal jemand auf die Idee kommt, dass ein Huhn zwischen Einkaufswagen nicht überleben kann...?
 
50. Woche - 14. Dezember 2011


Obwohl wir noch nicht alle Puzzleteile von Gracias Geschichte zusammen haben, steht doch eins felsenfest: Wenn wir heute nicht die Stalltür für Gracia geöffnet hätten, wäre diese 20-Jährige, ungestüme Shetlandponydame morgen von dem Tierarzt, den ihre Besitzerin bereits bestellt hatte, eingeschläfert worden. Und das wäre dann auch noch eine (tier-) freundliche Alternative zum Abtransport nach Italien und zu der Verarbeitung zu Pferdewurst gewesen.
 
Wie dem auch sei, Gracia hat einen gefährlichen Wurmbefall, wurde urplötzlich hier vor Ort von ihrem Weidegenossen getrennt und steht daher vor lauter Stress wie angewurzelt in der Box. Schauen Sie auf das Foto! Steht hier ein Pony, das bereit ist zu sterben und auf eine Giftspritze oder auf einen Schuss durch den Kopf wartet?
 
49. Woche - 7. Dezember 2011


Am letzten Samstag wurden wir angenehm überrascht von zwei Damen, die uns unzählige schöne Katzenkörbchen brachten. Und das dies auch von unseren Katzen hoch geschätzt wird, kann man auf dem Foto der Woche deutlich sehen. Suzy, Roodkapje, Spleetoogje, Hexje, Boy George und Mus haben es sich in der neuen Errungenschaft schon schön gemütlich gemacht und genießen es, miteinander zu kuscheln. Rocco überlegt noch, wie er denn zu Boy George schlüpfen könnte. Ein besseres Dankeschön für diese Freigebigkeit der Damen können wir uns nicht vorstellen!

48. Woche - 1. Dezember 2011


Wir können wieder zurückblicken auf ein überaus gelungenes Benefiz- Büfett, das am vergangenen Samstag in Rotterdam im chinesisch=vegetarischen Restaurant „de Oude Plek“ stattfand. Neben zahlreichen „festen“ Gästen durften wir auch wieder etliche neue Gesichter begrüßen. Nachdem Lothar von den neuesten Ereignissen auf dem Gnadenhof berichtet hatte, erzählte die Autorin Yvonne Kroonenberg, wie sie Schirmherrin der Schweine bei Melief geworden ist. Neben dem herrlichen Essen und dem gemütlichen Beisammensein der Tierfreunde, haben wir alle zusammen auch noch für den fantastischen Erlös von 1352,50 € für das neue Stalldach gesorgt! Dafür danken wir allen, die mit uns das gute Essen genossen haben, ganz, ganz herzlich!

47. Woche - 23. November 2011


Dies ist Plato II (ein anderer Hund mit dem Namen Plato lebt bereits hier), der in der vorigen Woche bei Melief eingezogen ist. Wie Sie hier bereits lesen konnten. Es ist sehr erstaunlich, dass ein Hund mit einem solchen Hintergrund noch so unwahrscheinlich lieb und lebensfroh sein kann. Heute wurde er kastriert und hoffentlich von seinem Hodenkrebs befreit. Glücklicherweise hat er in nur 4 Tagen bereits 2,5 Kilo zugenommen. In den ersten Tagen konnte er sein Futter nicht bei sich behalten, weil sein Magen durch die extreme Mangelernährung ganz klein geworden war. Wir sind davon überzeugt, dass dieser ältere Herr sich mit seinem Optimismus –der auf dem Foto wegen der gerade erfolgten Kastration nicht so gut zum Ausdruck kommt-  bei Melief, seinem 5. Herrchen, gut erholen wird. Und mit einem immer gut gefüllten Futternapf noch einen schönen Lebensabend verbringen kann.

46. Woche - 16. November 2011


Gestern mussten wir uns schweren Herzens entschließen, Jacob, den Damhirsch (seine Geschichte können Sie Hier und Hier lesen), Wahrscheinlich nur bei FdW einschläfern zu lassen. Natürlich wussten wir, dass er schon 14 Jahre alt war als er zu Melief kam, und dass er nicht noch 10 Jahre bei uns leben können würde, aber....
Nachdem sein Geweih abgefallen war, hatte sein Körper nicht mehr genug Kraft, um es vollständig nachwachsen zu lassen. Außerdem nahm Jacob, trotz Beifütterung, immer mehr ab. Aus seiner Lebenskraft wurde Überlebenskraft.
Da er hier der einzige Hirsch und eine imposante Erscheinung war, kannte ihn jeder, der einmal bei Melief war. Im letzten Jahr hat er auf seine ruhige, gelassene, fast weise Art, sein Leben zusammen mit den Ziegen, Schafen und Ponys, noch in vollen Zügen genossen. Er lernte sogar noch, welch ein Genuss es ist, im Stall im Stroh zu liegen. Etwas, was er in seinem „vorigen Leben“ entbehren musste. Und auf dem Misthaufen zu liegen, wie auf dem Foto! Das haben wir natürlich nie gefördert. Aber, wie schon gesagt, war Jacob eine starke, eindruckerweckende Persönlichkeit. Wir werden ihn nie vergessen.
 
Ruhe sanft, lieber Jacob

45. Woche - 9. November 2011


Die Tiere, die einmal von Melief aufgenommen worden sind, werden nicht wieder vermittelt. Und nicht nur da die Tieren hier ihre letzte Chance bekommen haben: es entwickeln sich auch oft ganz besondere Freundschaften, wie man auf dem Foto erkennen kann. Lolo, der uralte Mastin Espangnol, und Daisy, die ziemlich zickige Rehpinscher-Toyterrierhündin, wärmen sich gegenseitig in der Hundehütte. Wer von den beiden ist denn nun eigentlich der Gefährlichere...?

44. Woche - 1. November 2011


Ganz im Schock, aller Würde beraubt! Wie ein Transparent beschmiert! Vom ewigen Schmerz durch die unversorgten Klauen leicht gekrümmte Beine! Verspottet, ausgelacht und weggegeben! Dieses Foto der Woche zeigt ein von grausamen Menschen gedemütigtes Tier! Hier lesen Sie die ganze Geschichte von Schnelle Frida...

42. Woche - 19. Oktober 2011


Diese riesige Futterspende der Stiftung „Hart voor Kansloze Dieren“ (Herz für chancenlose Tiere) aus Amsterdam wurde mit offenen Armen in Empfang genommen! Die gewaltige Menge Katzen- und Hundefutter wurde sogar ganz zu uns gebracht! Und die Katzen warteten schon sehnsüchtig hinter dem Zaun, um das Futter in Empfang zu nehmen. Für den Fall, dass das Miauen am letzten Samstag nicht so gut zu verstehen war, sie sagten: Ein ganz dickes Dankeschön, „Hart voor Kansloze Dieren“!!

41. Woche - 11. Oktober 2011


Nils wohnt schon Jahre bei Melief und war immer mit Akka, der Kanadagans, zusammen. Man sagt, dass Gänse ihr Leben lang zusammen bleiben, aber Akka beschloss vor kurzem, sich doch von Nils zu trennen. Vielleicht, weil Nils schon sehr alt ist und sie sich noch so jung fühlt. Oder vielleicht, weil er an beiden Augen am grauen Star erkrankt ist. Nils blieb immer öfter im Stall zurück wenn die anderen Gänse zum Teich watschelten. Aber dann kam Anfang August Teun aus Amsterdam! Teun war mit den Nerven völlig am Ende. So sehr, dass wir um sein Leben fürchteten. Aber irgendwie haben Nils und Teun zueinander gefunden. Und Teun (vorne im Bild) ist dadurch viel ruhiger geworden. Manchmal gehen sie sogar nach draußen. Aber meistens sitzen sie einfach nur ganz dicht beieinander...

40. Woche - 4. Oktober 2011 - Welttiertag


Im Rahmen des Welttiertages 2011 erscheint heute ein Foto von Tieren, für die es nicht selbstverständlich war, dass sie jemals Tageslicht sehen würden, und die nun schon dreimal so alt sind als sie eigentlich hätten werden sollen. Denn wenn alles so gelaufen wäre wie geplant, hätten sie im zarten Alter von 6 Wochen geschlachtet werden sollen!
Sie sind ein Symbol für alle Tiere die größtenteils nicht mehr leben würden, dank der Aufnahme bei Melief ihr Leben jetzt aber glücklich und zufrieden genießen können. Aber sie sind auch ein Symbol für die Tiere in der Viehindustrie, die kein Tageslicht sehen, im Babyalter geschlachtet werden, für Tierversuche benutzt werden, denen der Pelz abgezogen wird, denen die für den Nachwuchs bestimmte Milch genommen wird... und für die Tiere, die spaßeshalber abgeschossen werden, die im Zirkus Kunststücke zeigen müssen, die mit großen Netzen aus dem Meer gefischt werden und dann so lange auf dem Deck liegen bis sie erstickt sind, die im Zoo hinter dem Zaun stehen und bestaunt werden...
Kein einziges Tier bittet darum, ausgebeutet zu werden und das mit einem meistens frühzeitigen Tod zu bezahlen. Jedes Tier verdient ein tierwürdiges Leben. Dafür machen wir uns stark. Bei Melief ist an jedem Tag ein „Tag des Tieres“.

39. Woche - 28. September 2011


Auch die Tiere genießen das sommerliche Wetter zum Herbstanfang: Die Katzen lassen die warmen Sonnenstrahlen auf ihr Fell scheinen und warten bis ihr Stall wieder blitzblank ist und es frisches Wasser und Futter für sie gibt.

38. Woche - 20. September 2011


Unter „Nachrichten“ können Sie alles über die zwei nachlesen, die aus diesem Karton kamen. Aber um Ihnen zu zeigen, wie ihre zeitweilige Unterkunft  aussah, in der wir sie am Straßenrand fanden, gibt es heute nachträglich dieses „Foto der Woche“. Wir können nicht begreifen, warum Menschen zwei wehrlose, junge Kaninchen an einer Straße aussetzen, auf der 100 km/h gefahren werden darf...

37. Woche - 13. September 2011


Was ist schöner als zu sehen, dass Punkie, der auf der Straße gefunden wurde und von seinem Besitzer verleugnet wurde, sich jetzt hier ganz zu Hause fühlt? Er kam viel zu mager hier an, aber nun ist sein Gewicht perfekt! Er ist aufmerksam, verschmust und neugierig. Und es scheint, als liefe er schon immer hier herum. Endlich ein echtes Zuhause für Punkie! Und um ihm und vielen anderen Tieren das bieten zu können, engagieren wir uns so sehr!

36. Woche - 6. September 2011


Es wird langsam Herbst und was machen die Trauerschwäne....? Sie bauen ein Nest! Sind sie verwirrt? Gehört das nicht ins Frühjahr? Nein, in diesem Fall nicht! Denn in Australien, wo die schwarzen Schwäne ursprünglich herkommen, ist Sommer, wenn es in Europa Winter ist! Also sorgt die biologische Uhr dafür, dass die Schwäne, die in Europa leben, im Winter brüten. Deshalb sammeln sie Stroh zusammen und zischen und trompeten heftig, wenn man in ihre Nähe kommt. Übrigens werden aus den Eiern keine Küken schlüpfen, weil die Wasservögel zum Schutz vor dem Fuchs nachts im Stall sind. Die Eier kühlen dann so sehr ab, dass im Winter keine Schwanenküken auf dem Teich schlittschuhlaufen werden!

35. Woche - 30. August 2011


In dieser Woche zeigen wir Ihnen natürlich ein Foto (aufgenommen von Jos Dirix) von unserem jährlichen Tag der offenen Tür. Obwohl auf diesem Foto im wahrsten Sinne des Wortes „kein Schwein“ zu sehen ist, war der Tag am letzten Sonntag sehr gut besucht. Ungefähr 480 Besucher aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien trotzten Wind und Wetter, um die Tiere zu sehen. Zwischen den Schauern hindurch glitschte man zum Ziegenstall und konnte dann von dort aus die Enten im Teich sehen, die Regen und Matsch ganz wunderbar fanden. Und wenn der Platzregen kam, war es wieder voll im Katzenstall und beim Stand mit den vegetarischen Köstlichkeiten. Alles in allem ein sehr gelungener Tag, der ohne die Hilfe aller Freiwilligen nicht hätte stattfinden können. Und natürlich auch nicht ohne die vielen wetterfesten Besucher! Jedem sei an dieser Stelle im Namen der Tiere ganz herzlich gedankt!

34. Woche - 23. August 2011


Die Vorbereitungen für den jährlichen Tag der offenen Tür laufen auf Hochtouren. Wir versuchen, alles so schön wie möglich zu machen. Aber einige Dinge liegen einfach nicht in unserer Hand... Obwohl wir Ihnen gerne alle Tiere in ihrer vollen Pracht zeigen möchten, kann unser Pfau Jeroen nur mit seinem sehr zerzausten Federkleid versuchen, mitzuprahlen. Denn gerade jetzt, als er den meisten Eindruck auf die Besucher machen will, steckt er komplett in der Mauser! Wenn er Sie also am kommenden Sonntag 28. August beeindrucken möchte, nehmen Sie es ihm bitte nicht übel, wenn er ein etwas kümmerliches Rad schlägt. So ist die Natur nun einmal!

33. Woche - 16. August 2011


Am letzten Mittwoch wurde wieder frisches Heu gebracht. Das ist zwar kein übermäßiger Luxus, weil wir inzwischen schon den letzten Ballen angebrochen haben, aber die ersten 20 Rundballen sind immerhin schon mal in der Scheune. Wir haben noch mehr bestellt, um auch im Winter genug Futter zu haben. Aber der Bauer muss erst wieder heuen, um uns beliefern zu können. Also drücken wir die Daumen damit das Wetter gut wird.... Das Stroh ist auch beinah aufgebraucht. Daher haben wir erst einmal eine große Menge Sonne bestellt, damit schnell geerntet werden kann.

32. Woche - 9. August 2011


In dieser Woche sehen Sie noch einmal ein Foto von einigen Küken die wir im Juli aufgenommen haben, und die schon lange hätten verzehrt sein sollen. Sie sind nun 9 Wochen(!) alt und genießen jeden Tag ihre gewonnene Lebenszeit. Sie scharren nach Herzenslust und nehmen ausgiebige Sandbäder. In einigen Tagen erscheint auf der Homepage ein update über diese wandelnden Hühnerfilets, von denen schon etliche aufgrund extremer Probleme mit den Beinen und Füßen und Herzversagen gestorben sind. Es leben die McNuggets, die frittierten Stückchen Kükenleiche!
 
29. Woche - 19. Juli 2011


Es ist wieder soweit! Als wir das Foto der Woche aufnehmen wollten, kam sie schon mit lautem Grunzen auf uns zu. Maya, die Sau, ist wieder brünstig. Dies wiederholt sich alle 3 Wochen für etwa 3 Tage. In dieser Zeit ist sie besonders aufdringlich und will immer im Mittelpunkt stehen. Daher wollten wir ihr mit dem Foto der Woche einen Gefallen tun...

Die andere Geschichte die in diesem Foto steckt, ist das bezeichnenderweise im Hintergrund, am linken Bildrand stehende, tote Bäumchen, das sich ganz jämmerlich von dem großen Baum dahinter abhebt. Der Elektrozaun, der den Baum vor den Tieren schützen sollte, funktionierte in der letzten Woche nicht. Natürlich merkten die Ziegen dies ziemlich schnell und dachten sich: Warum sollen wir auf das Futter warten? Wir versorgen uns heute mal selbst! Also haben wir jetzt einige Bäume weniger und sind ziemlich genervt von der Schlauheit der Ziegen. Denn wir hatten die Bäume gepflanzt, um der Schweineweide und der Ziegenweide etwas mehr Schatten zu geben.
 
28. Woche - 12. Juli 2011


In dieser Woche stand Blitz, die Dackelmischlingshündin, ein wenig im Mittelpunkt. Sie musste sich nämlich einer „Grundüberholung“ unterziehen. Zunächst wurden etliche Tumore an ihren Zitzen entfernt. Da sie dafür in Narkose versetzt werden musste, wurden während der Operation gleich das Gebiss und eine Warze an ihrer Stirn mitbehandelt. Nun sind die Zähne vom Zahnstein befreit und sehen wieder wunderbar weiß aus. Und die Stirn ist „warzenfrei“. Nach all diesen Eingriffen musste hier und da ein wenig genäht werden, aber die Fäden sind nun schon wieder entfernt worden. Jetzt muss nur noch ihr Haar nachwachsen und dann sieht sie auf ihre alten Tage wieder gut (oder noch besser) aus!

P.S.: Im Hintergrund genießt Little Foot die Sonne!

27. Woche - 9. Juli 2011


In dieser Woche zeigen wir Ihnen etwas Einmaliges/Besonderes/Seltenes : im Laufe der letzten Woche sind keine besonderen Ereignisse passiert, die das Prädikat ‚Foto der Woche‘ verdient hätten. Daher mussten wir ganz schnell überlegen, was nun das ‚Foto der Woche‘ werden könnte, weil Sie ja schon sehnsüchtig darauf warten... So sehen Sie jetzt einfach mal ein Foto vom täglichen Zeitvertreib der Schweine: Das Leben auf dem eigenen Strand mit Wellness-Suhle und viel Sonne genießen... Das ist Genuss für die Schweine, aber auch für uns, denn solche Tage wärmen uns nicht nur äußerlich, sondern, bei einem solchen Anblick, auch innerlich.
 
26. Woche - 28. Juni 2011


Während eine Gruppe Freiwillige auf der Wohltätigkeitsveranstaltung ‚Farm&Country‘ in Aalten für Werbung sorgte, wurde bei Melief schwer gearbeitet, um die Ställe in Ordnung zu bringen. Sandra und Lenie haben zwei Tage (fast) durchgearbeitet, um allerlei Baustellen zu beseitigen. Eine Baustelle war z.B. das Kalken des Ziegenstalls. Das ist in jedem Jahr erforderlich, um den Stall frisch und vor allem ungezieferfrei zu halten. Die Damen haben sich völlig verausgabt und die ganze Heidenarbeit (das heißt die vielen m² Mauerwerk, die gekalkt werden mussten)...... müde, aber zufrieden geschafft.
 
25. Woche - 21. Juni 2011


Obwohl der 8. Geburtstag der Stiftung “Melief“ am 20. Juni wegen des Dauerregens ins Wasser zu fallen drohte, gibt es doch immer wieder Bewohner, die den Überschwemmungen
äußerst positiv gegenüberstehen. So machten diese drei kleinen Enten, die man übrigens immer zu dritt antrifft, aus der Not eine Tugend und nahmen ein ausgedehntes Mittagsbad in einer der vielen entstandenen Pfützen. So konnten sie schön herausgeputzt zum Geburtstagsfest erscheinen.
 
24. Woche - 14. Juni 2011


In der letzten Woche ist uns eine junge Krähe gebracht worden, die jemand gefunden hatte. Sie kann noch nicht einmal selbstständig essen. Also sorgen wir nun dafür, dass sie Nahrung aufnimmt. Das bedeutet, dass wir ungefähr jede halbe Stunde einen weit aufgesperrten Schnabel mit Nassfutter für Katzen füllen müssen. Das gelingt aber nur, wenn die Krähe Lust hat, mitzuhelfen. Gleichzeitig haben wir Winanda von der Vogel- und Igelauffangstation in Delft, um Rat gefragt. Sie schrieb, dass wir es bisher gut machen, dass aber die weitere Entwicklung noch kompliziert werden kann. Es kann nämlich passieren, dass so ein Tier nie mehr für sich selbst sorgen kann, sich aber in der Gefangenschaft doch genauso entwickelt wie eine wilde Krähe. Wir sorgen jetzt erst mal dafür, dass sie lernt, selbstständig zu essen…

23. Woche - 7. Juni 2011


Die Annahme, dass nur Menschen über eine gesunde Ernährung nachdenken, scheint nicht ganz zu stimmen. Denn auch Hunde scheinen einen guten Blick dafür zu haben. Auf der großen Spielwiese der Hunde stehen einige Obstbäume, u.a. auch ein riesiger Kirschbaum. Dieser hängt auch in diesem Jahr wieder zum Bersten voll mit leckeren Kirschen. Und immer wenn die Hunde ihre Hauptmahlzeit aufgefressen haben, rennen sie zum Kirschbaum und fressen alle zusammen in aller Ruhe die beinahe reifen Kirschen von den unteren Zweigen.
Man ‚hört‘ Igor auf dem Foto förmlich denken: ‚So viele Kirschen wie an dem Baum hängen, kriegt ihr doch nicht auf und wir haben einfach nur Appetit auf einen gesunden Nachtisch!‘

22. Woche - 31. Mai 2011


Was ist denn jetzt los? Ein Foto von einer Waschmaschine? Ja! Dies ist die professionelle Waschmaschine für die wir mit Ihnen gespart haben und für die das Charity Buffet im Dezember 2010 in Rotterdam stattgefunden hat.

Und die letztendlich komplett bezahlt wurde von der niederländischen Stiftung “DierenLot“ (Lotterieerlös für verschiedene Tierhilfeorganisationen), anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens. Dezember.... und dann erst jetzt ein Foto? Ja, wir wollten der Waschmaschine einen neuen Platz geben. Es mussten dort nur noch neue Fliesen verlegt werden. Wenn jeder, der in den letzten Monaten versprochen hat, dies zu tun, es auch wirklich getan hätte, dann würde die Waschmaschine jetzt auf einem ziemlich hohen Podest stehen. Es hat also sehr viel Kraft und Energie gekostet, bis die Maschine endlich an ihren Platz gestellt werden konnte.... Aber nun steht sie dort endlich und wäscht guten Mutes alle Haare und den ganzen Sand aus den Hunde- und Katzendecken! Zur Seite steht ihr ein neuer Trockner, dessen Anschaffung die Glücksfälle von “DierenLot“ möglicht gemacht haben.
Wir danken jedem, der uns den Erwerb dieser unentbehrlichen Helfer ermöglicht hat, ganz herzlich. Ganz besonders aber danken wir unserer Freiwilligen Christiane, die uns einen Fliesenleger besorgte, der sein Versprechen auch in die Tat umsetzte, und diesen auch noch bezahlte!

21. Woche - 24. Mai 2011


Vorhin wussten wir weder ein noch aus, weil unsere feste Schafschererin, Ellie Hofman, uns sagte, dass sie schwanger ist und deshalb unsere Schafe in diesem Jahr nicht scheren kann. Natürlich freuen wir uns für sie und ihren Mann, aber wer befreit jetzt genauso fachmännisch die Schafe von ihrer dicken Winterjacke....? Zum Glück konnte uns Christiane, eine unserer Freiwilligen, retten: sie hat auch Schafe und gab uns die Adresse ihres Schafscherers.So hat dann am letzten Samstag Yves Heinze dieses große Stück Arbeit vollbracht. Nun sind alle Winterjacken in Abfallsäcken und die Schafe können erleichtert aufatmen!

20. Woche - 17. Mai 2011


Obwohl es schon ungefähr zwei Wochen her ist, dass wir wieder eine der schwierigsten Entscheidungen treffen mussten, möchten wir Ihnen dieses Foto doch noch gerne zeigen. Denn gerade dieses Foto macht deutlich, warum so eine Entscheidung, die immer wieder Teil unserer Arbeit ist, so unglaublich schwer ist..... Pepijn, die direkt in die Kamera schaut, eine halbe Stunde bevor..... Solche Ereignisse lassen uns nicht los.

Liebe Pepijn, hoffentlich bist du nun in die ewigen Weidegründe eingegangen und kannst dort in Frieden umherlaufen und grasen.......

19. Woche - 10. Mai 2011


Auf dem Foto sieht man einen Teil der Kaninchen, die bei Melief leben. Normalerweise sind sie auf dem Kaninchenberg, aber nun sind sie alle zusammen in Quarantäne. Nicht weil sie krank sind, sondern weil verhindert werden soll, dass sie krank werden. In der letzten Woche wurden die Kaninchen gegen den Myxomatoseerreger und den Erreger der viral hämorrhagischen Krankheit (Chinaseuche) geimpft. Zwei durch Menschen entwickelte Viren, die eingesetzt werden, um die Wildkaninchenplage zu bekämpfen. Beide Erkrankungen enden meistens tödlich. Um eine Infektion zu verhindern, müssen alle Tiere 2x jährlich eingefangen werden um ihre Impfung bekommen zu können. Dieses Fangen ist nicht die leichteste unserer Arbeiten und einige scheue Tiere müssen dann mit List und Tücke (d.h. Lebendfallen) eingefangen werden und ihren sicheren Bau zeitweise gegen eine Quarantänebox eintauschen.

Aber inzwischen haben sie alles gut hinter sich gebracht und alle sind wieder in ihrer vertrauten Umgebung und beschützt gegen diese gefährlichen Erkrankungen.

18. Woche - 3 mei 2011


Als Jacob in der letzten Woche plötzlich sein Geweih verlor, war er zusammen mit den Schafen ganz stiekum im Hahnenstall gewesen, um dort von den Getreidekörnern zu naschen. Die Schafe sollten auf der Hahnenweide das Gras kurz fressen. Sie sind inzwischen wieder zurück auf der Ziegenweide. Obwohl Jacob nicht unglücklich zu sein schien, so ganz allein auf der Hahnenweide zu leben, haben wir ihn gleich mit umziehen lassen. Er ist jetzt auf einer Weide, auf der der Zaun 1,20m hoch ist, statt 2,00m auf der Hahnenwiese. Zum Glück war es ganz in seinem Sinne und er versuchte nicht, sofort wieder über den Zaun zurückzuspringen.

Obwohl ein freilebender Damhirsch als Einzelgänger umherzieht, geht es Jacob offensichtlich bei den Schafen und Ziegen viel besser als bei den Hähnen. Er bewegt sich z.B. viel mehr, was sich günstig auf seine Arthrose auswirkt.

17. Woche - 26 April 2011


Jacob, der Damhirsch, wollte aus dem Hahnenstall heraus, rutschte dabei aus und fiel auf seine Schulter! Während er blitzschnell wieder stand, klatschte sein Geweih auf den Betonboden. Und mein Herz sackte mir vor lauter Schreck in die Hose.

Aber es ist alles leicht erklärbar: Wir haben Jacob nicht kastrieren lassen, weil sein Geweih dann nicht mehr in jedem Jahr abfallen würde. Es würde dann immer weiterwachsen, weil nach der Kastration die Hormone fehlen, die dafür sorgen dass das Geweih abgeworfen wird. Es müsste dann unter Narkose regelmäßig abgesägt werden.

Nun läuft Jacob mit einem kahlen Kopf umher. Er war von seinem Sturz viel weniger erschrocken als ich. Es kommt also alles wieder in Ordnung. Bis im Herbst die Brunftzeit wieder beginnt, wird Jacob ein frisches, neues Geweih nachgewachsen sein.

Woche 16 - 19. April 2011


Beim Einsammeln der Eier müssen wir wirklich an allen denkbaren Stellen nachsehen; denn auch Katze Aria genießt es, in einem warmen Nest zu liegen.

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Osterfest!

15. Woche - 13 April 2011


Montagabend stand ein Mann mit einem kleinen Welpen auf dem Arm vor unserer Tür. Der Hund hatte den ganzen Tag in seinem Garten gesessen. Seine Frau, die allein zu Hause war, hatte versucht ihn wegzujagen und als ihr das nicht gelang, fütterte sie ihn schließlich. Am Abend kam dann ihr Mann nach Hause, und der Hund sollte auf keinen Fall bleiben. Die Begründung war: ‘Wir haben noch einen „Cesar- Hund“ und wissen Sie was so ein Rassehund kostet?‘ Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Hund eigentlich als Fundtier bei der Gemeinde abgegeben werden und dort so lange warten muss, bis der Eigentümer sich meldet. In Absprache mit der Gemeinde kann Joris nun hier abwarten und muss nicht in einem Zwinger sitzen, ohne Gesellschaft zu haben. Da er kein Namensschild trug, haben wir ihn inzwischen Joris genannt. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Eigentümer sich meldet, denn Joris ist nicht nur spindeldürr und noch nicht stubenrein; der Tierarzt hat bei der Suche nach einem letzendlich nicht vorhandenen chip auch noch festgestellt, dass sich seine Pfoten –wahrscheinlich durch unsachgemäßes Füttern während des Wachstums- nicht richtig entwickelt haben. Es kann also gut sein, dass er einfach ausgesetzt wurde, nachdem die erste Freude am Neuen verflogen war und sein Futter zu teuer wurde.

Joris war gegenüber Menschen zunächst ängstlich und zurückhaltend, aber sehr glücklich mit anderen Hunden. Doch nach ein paar Tagen macht er nun schon riesige Freudensprünge wenn er einen von uns sieht. Auch wenn er uns nur einen kurzen Moment nicht gesehen hat, werden wir sofort von Neuem aufs Herzlichste begrüßt.

Inzwischen suchen wir nach einer neuen festen Adresse für ihn, weil dieser quirlige kleine Kerl sein ganzes Leben noch vor sich hat !

14. Woche - 5. April 2011


So  enthusiastisch wie Lucy hier auf dem Foto aussieht, war sie heute nicht..... Wenn wir nicht gewisse Tricks auf Lager gehabt hätten, hätten wir bei dem Versuch, sie einzufangen um ihr die jährliche Impfung geben zu lassen, bizarre Verrenkungen gemacht. Denn heute war es wieder soweit! Alle Katzen mussten dran glauben. Aber immer wieder sind welche dabei, die in aller Ruhe umherlaufen, während wir die unmöglichsten Kapriolen schlagen um ihre Artgenossen in die Transportboxen zu stecken, damit der Tierarzt sie zügig nacheinander impfen kann. Schätzen Sie mal, wie viele Boxen noch leer waren, als der Tierarzt, der mit dreifacher Verstärkung angerückt war, beginnen wollte? Ja richtig, nur noch eine! In allen anderen Boxen warteten die sehr misstrauisch gewordenen Katzen auf das große Ereignis. In eineinhalb Stunden waren alle geimpft. Bis auf eine natürlich! Aber die musste, als sie es gerade am wenigsten erwartete, auch noch dran glauben. Weil erst dann wirklich jede Katze wieder ein Jahr lang vor den meisten Katzenkrankheiten geschützt ist. Dies ist besonders wichtig in einer so großen Gruppe wie sie bei uns hier wohnt.

13. Woche  - 29. Marz 2011


Der weise Kopf von diesem lieben Hund gehört Kara, einer deutschen Schäferhündin, die am letzten Wochenende Hals über Kopf “weg musste”. 13 Jahre lang war sie der Frau, die sie hier mit ihrem Freund und ihrer Tochter abgab, eine treue Gefährtin. Angeblich wollte der Hausbesitzer keinen Hund mehr in seinem Haus haben. Aber schließlich stellte sich heraus, dass die Frau wieder schwanger war und nun für so ein liebes und treues Tier wie Kara, kein Platz mehr in der Familie war. Herzzerreißend, wenn man so lange ein so treues Familienmitglied gewesen ist... Aber an diesem Nachmittag waren Leontine und Thea gerade hier. Zwei Bekannte des Gnadenhofes, die regelmäßig ausgesetzte Hühner oder Hähne einfangen und hierherbringen. Kara hatte schnell ihr Herz erobert und es wurde beschlossen, dass der Pechvogel mit einer der beiden Frauen nach Hause gehen sollte. Schon am folgenden Tag  wurden per e-mail Fotos von der zufriedenen Kara geschickt, die nach einer durchjaulten Nacht , endlich  auf ihrem schönen, sicheren Platz bei Thea zur Ruhe gekommen ist.

Auf einmal war Kara also ein Glücksvogel geworden! Leider sind nicht viele Menschen bereit, einen älteren Hund in ihr Herz zu schließen. Aber dass sie damit sehr glücklich werden können, beweist Thea. So endete diese zutiefst traurige Geschichte in kurzer Zeit mit einem happy end! Wir wünschen Kara und Thea noch eine wunderschöne Zeit miteinander!

11. Woche - 15. März 2011


Am frühen Montag Morgen bekamen wir einen Anruf: „wir können in einer halben Stunde Kalk auf die Weiden streuen!“ Das ist nötig, um die Moosbildung zu unterdrücken. Und wir hatten gerade alle Tiere nach draußen gelassen!!! Nun mussten also alle wieder in den Stall, damit der Trecker mit dem Kalkstreuer das gesamte Areal abfahren konnte. Die Tiere waren ziemlich verdutzt und begriffen natürlich nichts. Gerade durften sie nach draußen und nun sollten sie wieder rein. Diese Aktion verlangte also Einiges an Überredungskunst.

Es muss sich erst ein kräftiger Regenguss über den Kalk ergießen, damit die Tiere wieder nach draußen können. Und laut Wetterradar schien der ganze Regen, der für diesen Montag – und wahrscheinlich auch für den Rest der Woche -vorhergesagt war, bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag gefallen zu sein. Ziegen haben eine starke Abneigung gegen Regen. Aber wenn sie wüssten, warum sie, genauso wie die Hähne, Ponys, Schafe und Hängebauchschweine im Stall eingesperrt wurden, würden sie sich nichts sehnlicher wünschen als Regen!

10. Woche - 9. März 2011


Karneval geht auch an Sögel nicht vorbei!

Schon Wochen im Voraus hatte Zara sich auf dieses ausgelassene Fest gefreut. Sie war dann auch froh wie ein Kind, als sie endlich als Kaninchen verkleidet, unerkennbar, zwischen den anderen Tieren hindurchschunkeln konnte. (Natürlich ging sie dabei davon aus, dass die anderen Tiere ihren Rollstuhl nicht bemerkt hatten! ) Aber am Mittwoch gingen wir wieder zur Tagesordnung über und Zara musste das Tragen von langen, stehenden Ohren wieder den Kaninchen auf dem Kaninchenhügel überlassen. (Leider fehlt hier der Platz um zu beschreiben, wie die an diesem Rosenmontag verkleidet waren! )

9. Woche - 1. März 2011


Heute haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr den Frühling gerochen! Obwohl die Temperaturen noch nicht so sind wie sie sein sollten, schien ein fahler Sonnenschein an diesem ersten Tag im März den Frühling anzukündigen. Und das rochen nicht nur wir; der größte Teil der circa 250 Hähne ist heute schneller aus dem Hahnenstall geeilt, um die Ankündigung des Frühlings mitzuerleben. Auch das Gras scheint schon wieder zu wachsen und es wird laut krähend durch die Wiese stolziert.